Siemens und der Spagat mit dem Klima

Siemens-Konzernchef Joe Kaeser hat sich zur Verantwortung seines Unternehmens beim Klimaschutz bekannt und fordert von Klimaaktivisten lösungsorientierten Dialog.
Als eine der wahrscheinlich letzten Management-Generationen können wir noch rechtzeitig für eine Wende in der Klimafrage sorgen, sagte der Joe Kaeser in seiner Rede auf der Hauptversammlung in München. Er räumte ein, beim umstrittenen Auftrag zur Lieferung von Signaltechnik für die Bahnstrecke zur australischen Kohlemine des indischen Adani-Konzerns das gesamte Bild dieses Auftrages nicht rechtzeitig gesehen zu haben.

Kaeser rief die Klimaaktivisten dazu auf, bei der Grundsatzkritik nicht stehen zu bleiben.
Wer sich dem Dialog und der Mitarbeit an Lösungen verweigert, verliert das moralische Recht zu diskreditieren. Proteste allein brächten noch keine Lösung.

Siemens will bis 2030 klimaneutral sein. Zur Senkung der Emissionen analysiere Siemens die komplette Wertschöpfungskette, sagte Kaeser. Bis 2025 stelle der Konzern eine Milliarde Euro für neue Technologien und die Entwicklung neuer nachhaltiger Produkte bereit.

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