Konzerne unterzeichnen Charta für mehr Cybersicherheit

Mit gemeinsamen Regeln und Standards für mehr Cybersicherheit will die Industrie den digitalen Wandel vorantreiben. Auf Initiative des Elektrokonzerns Siemens haben sich deshalb zusätzlich namhafte Partner auf eine gemeinsame Charta verständigt.

Neben Siemens gehören dazu der Flugzeugbauer und Rüstungskonzern Airbus, der Versicherer Allianz, der Autohersteller Daimler, der Software-Riese IBM, der Halbleiterhersteller NXP, der Prüfkonzern SGS sowie die Deutsche Telekom.
Die Charta umfasst zehn Handlungsfelder, in denen die Politik und Wirtschaft aus Sicht der Partner aktiv werden müssen, darunter eine Zertifizierung für kritische Infrastrukturen im Internet der Dinge. Im Fokus stehen dabei Technologien, bei denen es zu gefährlichen Situationen im Falle von Cyberangriffen kommen kann wie das autonome Fahren oder die Zusammenarbeit von Robotern mit Menschen in der Industrie. Mit der Charta soll auch erreicht werden, dass Sicherheits- und Datenschutzfunktionen schon als Werkseinstellung in neuen Technologien und Produkten enthalten sind, und dass die Cybersicherheit zum Bestandteil von Freihandelsabkommen wird.

Cybersicherheit sei ein wesentlicher Bestandteil moderner Sicherheitspolitik, sagte Siemens-Chef Joe Kaeser der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des Beginns der Sicherheitskonferenz. Denn Konflikte würden schon heute nicht mehr ausschließlich durch zwei sich gegenüberstehende Armeen ausgetragen, sondern häufig auch über virtuelle Attacken auf einzelne Institutionen, Unternehmen oder ganze Volkswirtschaften. Deshalb mache es Sinn, auch in der Wirtschaft die Kräfte zu bündeln und gemeinsam zu agieren. Es gebe bereits zahlreiche weitere Partner, die der Initiative beitreten wollten.

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