Die US-Regierung wirft Google in einer Klage unfairen Wettbewerb vor

Es könnte der größte Wettbewerbsfall in der Technologie-Branche werden, seit zur Jahrhundertwende der Windows-Riese Microsoft kurz davor war, zerschlagen zu werden.
Der Kernpunkt der Klageschrift des US-Justizministeriums lautet:
Google schütze seine dominierende Position bei der Internet-Suche und der damit verbundenen Werbung auf illegale Weise!
Damit würde das Google-Geschäft an der empfindlichsten Stelle getroffen – Google konterte, ein Erfolg der Klage hätte negative Folgen für Nutzer.
Zusammenfassung der Klageschriftargumente:
Google sorge dafür, dass Konkurrenten in dem Markt nicht Fuß fassen könnten. Ein Beispiel seien Deals etwa mit Apple, Samsung oder dem Firefox-Anbieter Mozilla, mit denen die Google-Suche als Standard im Webbrowser voreingestellt wird. Viele Verbraucher änderten dann die Grundeinstellung nicht. Apple bringe die Vereinbarung mit Google 15 bis 20 Prozent des Gewinns, heißt es weiter in der Klage – offenbar unter Bezug auf Schätzungen zur Höhe der Zahlungen.
Auch bei Smartphones mit dem hauseigenen Mobil-Betriebssystem Android schütze Google sein Geschäft mit wettbewerbswidrigen Vereinbarungen, kritisierte das Justizministerium. Dazu gehöre das Verbot für die Geräte-Anbieter, abweichende Android-Version einzusetzen, wenn sie Google-Dienste auf ihren Geräten platzieren. Außerdem wird in der Klage die Vorgabe angeprangert, dass die Smartphone-Anbieter gleich ein ganzes Paket aus Google-Diensten vorinstallieren und dabei die Internet-Suche des Konzerns prominent präsentieren müssen.
Google wies die Vorwürfe umgehend zurück – die juristische Auseinandersetzung wird vermutlich Jahre dauern, denn beide haben quasi unerschöpfliche Finanzmittel.

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