DIGITALER EURO: Europas Währungshüter beginnen Testphase – ZEIT WIRD’S!

Europas Währungshüter treiben ihre Arbeiten an einer digitalen Version des Euro voran.
In den nächsten Wochen sollen interne Tests mit einer Digitalwährung beginnen – zeitgleich mit einer öffentlichen Befragung von Bürgern sowie Fachleuten aus Wissenschaft und Finanzsektor zum Für und Wider.
Gegen Mitte 2021 will die Zentralbank dann über den Start eines digitalen Euro-Projekts entscheiden, andere Notenbanken sind bei dem Thema bereits weiter.
Christine Lagarde (EZB): Die Menschen in Europa bezahlen, sparen und investieren immer häufiger auf elektronischem Weg. Unsere Aufgabe ist es, das Vertrauen in unsere Währung zu sichern. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass der Euro für das digitale Zeitalter gerüstet ist. Wir sollten darauf vorbereitet sein, einen digitalen Euro einzuführen, sollte dies erforderlich werden.
Ein digitaler Euro wäre eine Antwort auf privatwirtschaftliche Initiativen wie Bitcoin oder das maßgeblich von Facebook getragene Projekt Libra.
Der große Unterschied: Im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen stünde ein digitaler Euro unter Aufsicht einer Zentralbank, die die Stabilität der Währung sichert.
Die Einführung eines digitalen Euro kann in verschiedenen Szenarien erforderlich sein, etwa wenn die Menschen nicht mehr mit Bargeld zahlen wollen, oder in extremen Situationen wie Naturkatastrophen oder Pandemien, in denen andere herkömmliche Zahlungsdienstleistungen nicht mehr funktionieren.