EINDEUTIGER BIDEN-SIEG besser für Märkte als unklarer Ausgang, lautet das Fazit einer Barclays-Studie

Eindeutig ist besser als mehrdeutig für die Finanzmärkte, deshalb sei ein klarer Sieg des Trump-Herausforderers Joe Biden immer noch besser als ein unklarer Ausgang, obwohl die Pläne von Biden eigentlich als eher negativ für die Aktienmärkte einzuschätzen seien.
Ein klarer Sieg würde eine Verfassungskrise ausschließen, die im Falle eines nicht eindeutigen Wahlergebnisses drohe und der denkbar ungünstigste Ausgang sei, heißt es in der Studie mit Blick auf die Finanzmärkte.
Sollte Biden gewinnen, werden die Aktienmärkten vor allem durch die geplante Erhöhung der Unternehmenssteuern schwächeln.
Die Strategen beziffern das Rückschlagspotenzial für die Aktienkurse auf rund fünf Prozent.
Daran änderten auch seine Pläne für höhere Infrastrukturinvestitionen nichts Wesentliches. Diese könnten die Folgen höherer Unternehmenssteuern nur abfedern, nicht aber ausgleichen.
Klarer sei das Bild bei Umwelt-Aktien – ein entsprechender Korb an Werten, der von den Biden-Plänen für erneuerbare Energien profitieren würde, habe seit Anfang Juni kräftig zugelegt, der Sektor befinde sich aber schon seit zwei Jahren im Aufwind und profitiere bereits von der Unterstützung zahlreicher Einzelstaaten sowie wachsender Zustimmung in der US-Gesellschaft.
Nicht viel geändert habe sich unterdessen an der hohen Bewertung der Aktien, die von der Corona-Krise profitieren oder zumindest nicht beeinträchtigt werden, also die sog. FANMAG-Aktien (Facebook, Amazon, Netflix, Microsoft , Apple und Alphabet).

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